Den Patienten befähigen, sein Verhalten so zu verändern, dass er häufiger das erreicht, was er möchte

Psychische Störungen und traumatisch verarbeitet Ereignisse können einen Menschen daran hindern, sein berufliches Leben und seine Beziehungen im Alltag so zu gestalten, wie er es sich eigentlich wünscht. Medizin für Psyche und Gehirn ist immer auch Beziehungsmedizin

Übersicht der Behandlungsmethoden

Individualisierte (bzw. differentielle) phasenadaptierte Pharmakotherapie

Nach biologischen Besonderheiten mit der Möglichkeit von Augmentationsstrategien

mit therapeutischem Drug Monitoring (TDM) zur Steigerung von Wirksamkeit und Arzneimittelsicherheit

Prospektiv nasale S-Ketamininbehandlung

Hirnstimulationsverfahren

Neu ab November 2022 für Privatversicherte Patienten/innen gemäss der aktuellen S3-Leitlinienempfehlungen für unipolare Depressionen:

REPETITIVE TRANSKRANIELLE MAGNETSTIMULATION (rTMS) mit modernen Stimulationsprotokollen sowie auf höchstem technischen und fachlichen Niveau arbeitend (supported by Mag & More).

Die rTMS ist eine nicht invasive und nebenwirkungsarme Stimulationsform des Gehirns, in der kortikale Neurone durch elektromagnetische Induktion stimuliert werden. Für die Behandlung depressiver Störungen wird in der akuten Behandlungsphase wiederholt (über zwei bis drei Wochen bis zu fünf Stimulationen/Woche, in der Erhaltungsphase bis zu zwei Stimulationen/Woche) der linke dorsolaterale präfrontale Cortex (DLPFC) durch ein starkes, zeitlich veränderliches Magnetfeld (Pulsdauer 100-400 μs, Intensität 1,5-2,5 Tesla) angeregt. Die antidepressive Wirksamkeit der rTMS wird durch eine Reihe von Metaanalysen belegt, und es liegen "sollte" S3-Leitlinienempfehlungen für (1) die augmentative Behandlung bei medikamentöser partieller Response sowie (2) bei medikamentöser Non-Response depressiver Episoden vor.

Beratung Uni- und bilaterale Elektrokrampftherapie (EKT)

Beratung Invasive Vagusnerv-Stimulation (iVNS)

Beratung Transkranielle Gleichstromtherapie (tDCS)

 

Somatische Interventionen (individualisiert, multidisziplinär)

Auf Biomarker gestützte Differentialdiagnose bei Depressionen im höheren Lebensalter

inklusive Nutzung technischer Ressourcen

inklusive multidisziplinärer Behandlung somatischer Risikofaktoren und Erkrankungen

inklusive regenerativer Interventionen der Ernährungsmedizin und Bewegungsmedizin zur Prävention und Therapie von Lebensstil-bedingten Problemkonstellationen

Modulare Psychotherapie

Um auch komplex erkrankte Patienten erfolgreich psychiatrisch/psychotherapeutisch zeitgemäß (evidensbasiert) behandeln zu können, deren psychische Störungen durch gleichzeitig vorliegende Krankheiten und psychosoziale Belastungsfaktoren mehrdirektional beeinflusst werden, kommen - dem derzeitigen Forschungs- und Entwicklungsstand (personalisierte Medizin) entsprechend - neben medikamentöser Behandlung, die präzise und differenziert nach biologischen Besonderheiten angesetzt und kontrolliert wird, auch Therapieschulen übergreifende psychotherapeutische Interventionen zum Einsatz.

Die modulare Psychotherapie stellt hier einen zukunftsweisenden Brückenschlag zwischen störungsspezifischen und sogenannten "transdiagnostischen Therapieansätzen" dar, die sowohl den Einsatz von supportiven, schulenübergreifenden, als auch störungsspezifischen Techniken beinhaltet, die flexibel und adaptiv entsprechend der Therapiezielerreichung eingesetzt werden können.

Störungsspezifische psychotherapeutische Module

Interpersonelle Psychotherapie (IPT) Modul. Episodische depressive Störungen (akute Episode) mit voller Remission im Intervall

Cognitive Behavioral Analysis of Psychotherapy (CBASP) Module. Persistierende depressive Störungen

  • Stufenansatz Modul mit Kooperationspartnern (erste Phase stationär, zweite Phase teilstationär, dritte Phase ambulant)
  • CBASP-Gruppen Modul mit Kooperationspartnern (ambulant, teilstationär, stationär)
  • CBASP-Einzeltherapiemodule
    • Prä-Situationsanalyse (SA) CBASP Modul.
    • Intensiviertes CBASP Modul. Persistierende depressive Störungen mit frühem Beginn
    • Traditionelles CBASP Modul. Persistierende depressive Störungen mit spätem Beginn
    • CBASP+ Modul (PITT oder EMDR). Persistierende depressive Störung und komplexe PTBS

Dialektisch-behaviorale Psychotherapie (DBT) Modul. Komorbidität mit Borderline Symptomatik

  • Einzeltechniken oder Gesamtkonzept nach traditionellem oder individualisierten Behandlungsplänen

Soziale Rhytmustherapie Modul. Bipolare affektive Störungen

Schematherapie Modul. Komorbidität mit narzisstischer Symptomatik oder Patientenpräfarenz für das Verfahren bei komorbider Borderline Symptomatik

EMDR Modul. Desensibilisierung und Verarbeitung psychotraumatischer Belastungssyndrome sowie bei individueller Indikation Arbeit im Überzeugungssystem mit Reprozessieren von Schlüsselerinnerungen durch Augenbewegungen, taktile oder auditive bilaterale Stimulation. Alle Störungen. Die Arbeit im Überzeugungssystem mit EMDR setzt die Erhebung der emotionalen Lerngeschichte unter verhaltensbezogener Perspektive voraus.

Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (MBSR) Modul. Vor allem in der Erhaltungstherapiephase und Rezidivprophylaxe bei episodischen Depressionen und bipolaren affektiven Störungen

VT Module. Verhaltenstherapeutische (klassische, kognitive, moderne) Module inklusive Expositionsübungen in sensu und vivo ggf. unter Zuhilfenahme von Virtual Reality Technik (Kooperationspartner). Speziell bei komorbiden Angst-, Zwangs- und somatoformen Belastungsstörungen sowie Präferenz für kognitiv—behaviorale Psychotherapie

Tiefenpsychologisch-fundiertes Modul. Tiefenpsychologisch-psychodynamische Behandlung basierend auf operationalisierter psychodynamischer Diagnostik (OPD). Speziell bei Komorbidität mit somatoformen und dissoziativen Störungen sowie Patientenpräferenz bei komorbider Borderline Symptomatik (Schoepf und psychologische Kooperationspartnerinnen TP)

Zusätzliche transdiagnostische psychotherapeutische Interventionen bei individuellem Bedarf bzw. Patientenpräferenz

Kognitive Remediation Modul. Personalisiertes kognitives bzw. neuropsychologisches Training und Therapie. Alle Störungen

Emotionale Lerngeschichte Modul. Intensivierte Rekonstruktion der emotionalen Lerngeschichte bei Patienten mit unipolaren und bipolaren affektiven Störungen mit entwicklungsbezogener Traumatisierung und Patienten mit komorbider somatischer Belastungsstörung mit überwiegendem Schmerz

EMDR- Modul Rezidivprophylaxe. Desensibilisierung und Verarbeitung der Auslöser der aktuellen majoren depressiven Episode und von aktuellen ereignisabhängigen Belastungs- und Anpassungssymptomen bei unipolaren episodischen Depressionen durch Augenbewegungen, taktile oder auditive bilaterale Stimulation

EMDR Modul Trauer. Desensibilisierung und Verarbeitung pathologischer Trauer durch Augenbewegungen, taktile oder auditive bilaterale Stimulation. Alle affektiven Störungen ab Erhaltungsphase.

Weisheitstherapie Modul. Komorbide posttraumatische Verbitterungsstörung und im Umgang mit schwierigen Fragen des Lebens (über die Lebensspanne reichend) bei allen affektiven Störungen.

EMDR Modul spezifische Phobie. Klassisch konditionierte ereignisspezifische spezifische Phobien bei allen affektiven Störungen

Außerhalb Personalisiertes Metakognitives Therapieprogramm (MKT) Modul. Affektive Störungen mit tiefgreifenden Störungen im logischen Denken und Schlussfolgern.

Außerhalb Allgemeines Biofeedback Modul. Alle affektiven Störungen.

Außerhalb Neurobiofeedback Modul. Komorbidität ADS und ADHS

Außerhalb Lichttherapie Modul. Alle affektiven Störungen

Außerhalb Schlafentzugstherapiemodul (total, partiell). Alle affektiven Störungen

Außerhalb Ergotherapie Modul. Alle affektiven Störungen

Außerhalb Akupunkturmodul. Speziell komorbide somatische Belastungsstörung mit überwiegendem Schmerz Schattenboxenmodul (Tai-Chi) Alle affektiven Störungen

Selbstschulungs- und Selbstmanagementprogrammmodule. Alle affektiven Störungen

Kreative Therapien

Außerhalb Kunsttherapiemodul. Prinzipiell alle psychischen Störungen

Außerhalb Tanztherapiemodul. Prinzipiell alle psychischen Störungen

Außerhalb Musiktherapiemodul. Prinzipiell alle psychischen Störungen

Sonstiges

Psychoedukation inklusive Angehörigen und Selbsthilfegruppen (Kooperationspartner/innen)

Familien- und Angehörigengespräche (ggf. mit systemtherapeutischen Interventionen) und Arbeit am sozialen Umfeld (Kooperationspartner/innen)

Soziotherapie und Wiedereingliederung mit besonders Beachtung der Schnittstelle med. Versorgung und Rehabilitation (Kooperationspartner/innen)

Beruf und ggf. Planung der medizinischen/pflegerischen Versorgung inklusive verkehrsmedizinische Diagnostik/Beratung im persönlichen Lebensumfeld

Telemedizinisch unterstützte Internetpsychotherapie und Überprüfung der Pharmakotherapie auf Verträglichkeit (Videosprechstunden)

Supervision und Coaching von Kollegen/innen (auch über Video möglich)

© 2022. Priv. Doz. Dr. med. Dieter Schoepf

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